Meine Begeisterung für Sport war nicht immer da, sie entwickelte sich und dafür gab es zwei Hauptgründe. 1. Mein Vater lebte mir vor wie wichtig Sport ist und ging gerne laufen. Nur ich wollte damals noch nicht mit, sondern lieber Computer spielen. 2. Während meinen Studium durfte ich erfahren wie wichtig Sport ist und wurde regelmäßig zu Lauftraining, Rad fahren und Klettern angetrieben, bis es mir in Fleisch und Blut überging und ich es als Teil meines Lebens betrachtete. Ein Teil davon war das Laufen und dazu möchte ich hier näheres erzählen.

2008 bei meinem ersten Halbmarathon in Linz

Im Jahr 2003 ging es bei mir los mit regelmäßigen Läufen, meistens mit Freunden oder der damaligen Freundin. Anfangs war ich Sportmuffel total langsam und komplett fertig nach 40 Minuten. Doch das änderte sich schnell. Ich wurde leichter und schneller und hielt länger durch. Es war toll zu sehen wie da einfach voll viel weiterging. Doch bei Läufen mitzulaufen, daran hatte ich damals noch keinen Gedanken verschwendet. Das Laufen sollte einfach Spaß machen und den Kopf freimachen. So ging es während dem Mechatronikstudium eigentlich gut dahin. Sport und Studium gingen super nebeneinander und ergänzten sich perfekt. Doch 2008 war es dann soweit, ich meldete mich für den Linz Halbmarathon an und lief nach ca. 1:46:20 erschöpft und Stolz wie Bolle durch das Ziel . Ich dachte ich bin richtig schnell gewesen, doch als ich sah wie viele schneller waren als ich, da kam der Ehrgeiz dies auch zu wollen. Und ich warf mich ins Training für einen Marathon. Diesen wollte ich im Oktober 2008 in Graz laufen.

Graz Marathon 2008 kurz vor dem Ziel, komplett am Ende!

Und so kam es auch. Ich trainierte nach dem 2+3 FIRST Trainingsplan und wurde immer schneller und schneller. Bei meinem ersten Testlauf, dem Holzstraßenlauf Halbmarathon lief ich schon ca. 1:37:50 und ein Monat später beim Wachau Halbmarathon sogar 1:26:31. Dies war mein absolut schnellster Halbmarathon, schneller bin ich noch nie auf der Distanz gewesen. Und dann kam schon Graz. Die 42 km waren ein Wahnsinn. Die erste Hälfte ging supergut und so lief ich ein wenig zu schnell, doch dann in der zweiten Hälfte ging es so richtig los. Ich musste beissen, beissen und nochmal beissen. ich konnte schon nicht mehr die Kilometer zählen, so fertig war ich. Aber ich kam ins Ziel, mit einer Zeit von 3:06:14 meiner bisher schnellsten Marathon Zeit. Tja ich habe seit dem nie mehr so hart dafür trainiert. Doch der 2+3 Trainingsplan liegt noch hier bei mir und eines Tages werde ich ihn wieder auspacken und auf ein neues Marathonabenteuer trainieren. Eventuell 2020!